Ein Internet bitte!

Seht euch das mal an: Aus den Anfangsjahren des Internet. Wie stolz die Schule damals war, eine eigene Homepage zu haben, denn die hat noch lange nicht jeder ;-) (Aus der Rheinischen Post vom 15. September 1997) Auch schön wie digital naiv das Gocher Wochenblatt zwei Tage später titelte: »Ohne Kosten in der „Homepage“ surfen«. Das waren noch Zeiten.

»Von FRANCA BARTJES
GOCH. Bits, bites, megabites: Die Schüler des Städtischen Gymnasiums Goch surfen durchs Internet. Aber das ist noch lange nicht alles. Surfen kann jeder, aber eine eigene Homepage im Internet hat noch lange nicht jeder. Seit kurzem hat eine Gruppe aus Lehrern und Schülern die Seite für das Internet gestaltet. Dann war es soweit, daß die Daten in den Hauptrechner in Moers eingelesen werden konnte, so daß man nun die Seiten auf der gesamten Welt abrufen kann.

Gochs Gymnasium ist neben der Gaesdonck und dem Gymnasium in Kevelaer das einzige im Kreisgebiet, das eine eigene Homepage hat. Es ist aber nicht nur eine einfache

Seite, wie sie viele Schulen anbieten. Man findet hier nicht nur die Aufstellung der Lehrer und eine Liste der angebotenen Fächer, nein, auf der Homepage werden sämtliche Projekte der Schule aufgeführt.

Die Internet AG ist es, die sich hauptsächlich damit beschäftigt. Hier hat jeder Schüler sein eigenes Ressort, um das er sich kümmert. Es gibt Graphiker, reine Computerfreaks und Schüler, die mehr Schreibarbeiten übernehmen. „Das ist natürlich auch ein Anreiz für Schüler, etwas zu produzieren, das es wirklich wert ist, es zu veröffentlichen“, erklärt Martin Ring, einer der Lehrer des Gymnasiums, die sich mit dem Internet beschäftigen. Jede Klasse kann ins Internet gehen oder die Schüler schreiben selbst Texte über Klassenfahrten oder Ausflüge, um damit ihre eigene Seite aufzustocken.

Zu einem dieser Projekte gehört beispielsweise das Register, das Schüler selbst entwickelt haben. Solche Stichwortkataloge besitzen normalerweise nur Firmen. Indexregister machen aber nur Sinn, wenn alle PC miteinander vernetzt sind. Eigens dafür hat man einen Zentralrechner angeschafft und von der Stadt Goch ist sogar ein Computer gestiftet worden, mit dem die Internetvorgänge überhaupt erst möglich geworden sind.

Anklang bei den Schülern hat die Vernetzung auf jeden Fall gefunden. Mindestens 14 Pennäler sind fest in der AG dabei und scheinbar auch schon in den Bann des Netzes gezogen worden: „Ich bin zwar gerade erst in der AG, aber es macht wirklich Spaß“, erzählt eine Neuntklässlerin.«

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